Anton Holzer: Fotografie in Österreich

Geschichte, Entwicklungen, Protagonisten 1890 - 1955

Metro Verlag, Wien, 2013

256 Seiten, zahlreiche Abb. in S/W

16,5 x 21 cm, gebunden mit Schutzumschlag

25 Euro

 

 

Vorwort

Die Texte und Bilder dieses Buches rekonstruieren die Geschichte der jüngeren österreichischen Fotografie. Sie stellen die Protagonisten vor, die Fotografinnen und Fotografen und zugleich eröffnet der Band, entlang von Bildern, einen spannenden Querschnitt durch die Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Landes. Es ist ein besonderes Anliegen dieser Fotografiegeschichte, sich nicht mit einer Auflistung großer Namen oder der Zusammenstellung bekannter, immer wieder abgebildeter Fotos zu begnügen. Vielmehr habe ich mir – trotz aller Knappheit, die jede Überblicksdarstellung notwendigerweise kennzeichnet – vorgenommen, genauer hinzublicken, Kontexte aufzuzeigen und die Fotografie und ihre Geschichte in einen gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang zu stellen. Fotografiegeschichte ist, aus dieser Perspektive betrachtet, keine der gesellschaftlichen Realität entrückte Kunstgeschichte, sondern Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Wenn man fotografische Bilder aufmerksam betrachtet, bieten sie interessante Hinweise auf kleine und große Veränderungen in der Gesellschaft. Fotografie ist also ein subtiler Seismograf der Wirklichkeit.

Der zeitliche Rahmen dieser Darstellung reicht vom Ausgang des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre. Diese Epoche ist nicht zufällig gewählt. An der Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Fotografie zum Bildmassenmedium, seine öffentliche Präsenz nahm, etwa vermittelt durch die illustrierte Presse, Zeitschriften und Bücher, rasant zu. In den Jahren vor 1900 begann jene Epoche, die man das fotografische Zeitalter nennen kann. In den 1950er und frühen 1960er Jahren geriet dieses Modell der veröffentlichten Fotografie in eine Krise. Innerhalb weniger Jahre verschwanden in Österreich alle großen illustrierten Zeitungen. Die Konkurrenz des Fernsehens und – für Österreich noch wichtiger – der deutschen illustrierten Massenpresse setzten der einheimischen Pressefotografie enorm zu. Viele Fotografinnen und Fotografen, die für diesen Sektor gearbeitet hatten, mussten sich umorientieren. Mitte und Ende der 1960er Jahre wurde die inzwischen behäbig gewordene angewandte Fotografie auf neue Weise herausgefordert. Im Umfeld des „Wiener Aktionismus“ beispielsweise etablierten sich neue künstlerische Einsätze der Fotografie.

Die einzelnen Kapitel dieses Buches, die im Wesentlichen chronologisch angeordnet sind, stellen ausgewählte Aspekte der österreichischen Fotoentwicklung vor. Wichtige Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Epoche werden im Kontext ihrer Zeit und vor dem Hintergrund der fotografischen Entwicklung präsentiert. Um die Überblicksdarstellung mit biografischen Detailinformationen nicht allzu sehr zu überfrachten, wurden die Einzelbiografien in einem umfangreichen Anhang zusammengestellt. Hier finden sich detaillierte Informationen zu weit über 300 Vertretern der österreichischen Fotografie. Neben den großen, bekannten Protagonisten der Fotogeschichte gibt es auch einige Neuentdeckungen zu machen. Immerhin ist ein Teil der präsentierten Fotografinnen und Fotografen bisher noch kaum bekannt.

Dieser abschließende Serviceteil, der neben den Biografien auch eine umfassende Literaturliste und ein Register beinhaltet, macht das Buch auch zu einem kompakten Nachschlagewerk. Es ermöglichst den schnellen Einstieg zu einzelnen Themen und Personen. Gewiss werden manche Leser den einen oder anderen Fotografen, die eine oder andere Fotografin in dieser Auflistung vermissen. Es war freilich nicht der Anspruch des Buches, in lexikalischer Dichte möglichst alle Protagonisten und Protagonistinnen der österreichischen Fotografie zwischen 1890 und 1955 aufzulisten, sondern beispielhaft wichtige Lichtbildner herauszugreifen und diese im Kontext der Fotoentwicklung zu verorten. Ergänzende und korrigierende Informationen zu einzelnen Einträgen sind jederzeit willkommen.

„Fotografie in Österreich“ enthält über 300 Biografien (Auswahl)

Adèle, Atelier

Angerer, Hans

Angerer, Viktor

Angerer, Wilhelm

Arnošt, Jan (s.a. Hans Oplatka)

Atzwanger, Peter Paul

 

Bäcker, Heimrad

Bálint, Johann

Balogh, Rudolf

Barakovich, Edith

Bárány, Josefine

Baszel, Günter

Bayer, Herbert

Beer, Alois

Benda, Arthur

Benesch, Fritz

Bergler, Marianne (s.a. Marianne Blumberger)

Bernatzik, Emmy

Bernatzik, Hugo

Bittner, Friedrich

Blaha, Franz

Bock, Anton

Bock, Hans

Bohl, Robert J.

Born, Wolfgang

Brandl, Steffi

Brandt, Bill

Brodt, Victor

Brühlmeyer, Hermann

Bude, Lepopold

 

Casparius, Hans

Cechal, Hans

Chmel, Lucca

Christian, Dolf

Comeriner, Erich

Croÿ, Otto

 

David, Ludwig

Defner, Adalbert

Deutsch, Gerti

Deutsch, Luise

Dicker, Friedl

Dietrich, Hans

Dittera, Karl

Dobrowolny, Otto

Doliwa, Anton

D’Ora, Madame (s. Madame d’Ora, Dora Kallmus)

Dorfner, Anita

Dornach, Karl

Drawe, Hermann

 

Eder, Josef Maria

Eggarter, Willy

Eisner-Bubna, Wilhelm

Elbl, Oswald

Ellinger, Karl

Engelmann, Edmund

Ernst, Leo

Exax, Alexander

Exinger, Otto

Eywo, Hugo Ritter von

 

Fachet, Martin

Fayer, Georg

Fayer, Lilian Maria

Fein, Martha

Feldscharek, Pepa

Fenichel, Max

Feuerzeug, Adolf

Findeis, Heinrich

Fleischmann, Trude

Floeck, Arthur

Förster, Ernst

Frank, Hans

Frankenstein, Michael

Frankl, Eduard

Frei, Bruno

Freiberger, Paul

Freiwirth, Desider

Freyberger, Beatrice

Friedmann, Hermi

Fukarek, Emil

Fürböck, Ernst

Fürböck, Ernst Matthäus

Furthner, Hans

 

Geiringer, Trude

Gerlach, Martin

Glogau, Edith

Goldstern, Eugenie

Grabkovicz, Hans

Gross, Margarethe (s.a. Margaret Michaelis)

Grünwald, Herbert

Gutmann, Ludwig

Guttmann, Simon

 

Haas, Ernst

Haas, Robert

Haberlandt, Arthur

Haberlandt, Michael

Hajek, Gustav

Haluschka, Hugo

Hannau, Hans

Hartmann, Ernst

Hauffe, Richard

Hehs, Aladár

Heller, Hans Ewald

Helly, Ludwig

Henisch, Walter

Henneberg, Hugo

Hilscher, Albert

Hodek, Ferdinand

Hoffmann, Heinrich

Hoffmann, Kitty

Horovitz, Dora

Hubatschek, Erika

Huber, Anton

Hubmann, Franz

Hufnagel, Josef

Husnik, Kurt

 

Imboden, Martin

Irribauer, Karl

Jahudka, Josef

 

Jeidels, Harry

Jelfy, Julius von

Jellinek-Mercedes, Didier

Jellinek-Mercedes, Fernand

Jenik, Rosa

Jobst, Rudolf

Jungmeier, Willi

Junk, Rudolf

Jürets, Franz

 

Kallmus, Dora Philippine (s.a. Madame d’Ora)

Karnitschnigg, Maximilian

Karplus, Albert

Kassowitz, Ernst

Katolicky, Franz

Katz, Hella

Kaulich, Rudolf

Kees, Erich

Kiss, Helene

Kläger, Emil

Kleinberg, Ernst

Klinsky, Friedrich

Koenig, Otto

Koffler, Henriette Camilla (s.a. Ylla)

Kolliner, Grete

Koppitz, Anna

Koppitz, Rudolf

Korty, Raoul

Kosel, Hermann Clemens

Kranus, Karl

Kraus, Herbert

Kraus, Norbert

Krieger, Franz

Kruckenhauser, Stefan

Kudrnofsky, Wolfgang

Kühn, Heinrich

Kuhn, Luis

Kuhn, Oskar

 

Lechenperg, Harald

Lechner, R. (Wilh. Müller)

Lenhard, Hans

Lessing, Erich

Leutner, Felix

Löhrich, Max

Löwy, Franz

Löwy, Josef

Lukas, Jan

 

Machlup, Cécile

Macku, Anton

Madame d’Ora (s. a. Dora Kallmus)

Madensky, Gertrude

Madensky, Hans

Matisz, Marie (s. Maria Mertens)

Maudry, Othmar

Mayer, Adolf

Mayer, Emil

Mayer, Franz

Medina, Hedda

Meitner-Graf, Lotte

Mertens, Marie

Messner, Irene

Michaelis, Margaret (s.a. Margarethe Gross)

Mikovsky, Bartalan

Milik, Franz

Misar, Hans

Morath, Inge

Moser, Simon

Müller, Hertha

Mutterer, Josef

 

Nähr, Moriz

Neumüller, Michael

Niebuhr, Elly (Prager-Mandovsky)

Niklitschek, Alexander

Novák, Karl

Nowak, Sepp

 

Oestreicher, Marie (Maria Austria)

Okamoto, Yoichi R.

Oplatka, Hans (s.a. Jan Arnošt)

Oppolzer, Hugo

Ortner, Hanns

 

Pawek, Karl

Pechotsch, Rudolf

Penitsch, Rudolf

Perckhammer, Heinz von

Perscheid, Anna

Perscheid, Josef

Peßl, Herbert

Pflaum, Barbara

Pietzner, Carl

Pietzner, Oscar

Planer, Franz

Pöch, Rudolf

Popper, Hans

Porkert, Josef

 

Rainer, Arnulf

Rainer, Gottfried

Rauch, Elly

Reiffenstein, Bruno

Révész, Emerich

Riethof, Willy

Robert, L. von

Roß, Ilse

Roth, Franz

Roth, Hans

Rothschild, Albert

Rothschild, Nathaniel

Rübelt, Ekkehard

Rübelt, Lothar

Rückauf, Monika

Rühm, Gerhard

 

Sadler, Otto

Sajdok, Erwin

Sanden, Heinrich

Sander, August

Sartorius, Hugo

Sauer, Fritz

Schaffelhofer, Steffi

Schalek, Alice

Schein, Abraham

Schein, Isaak

Scherb, Julius

Schieberth, Hermann

Schindler, Nikolaus

Schleich, Karl

Schloß, Rudolf

Schmachtenberger, Erika

Schmal, Felix

Schmauss, Erika

Schmidt, Otto

Schmutzer, Ferdinand

Schneider, Walter

Scholz, Ursula

Schöpl, Karl

Schostal, Robert

Schostal, Walter

Schramek, Josef

Schuhmann, Heinrich sen. u. jun.

Schuhmann, Ludwig

Schulda-Müller, Hertha

Schulz, Annie

Schur, Lena

Schuster, Eckart

Schwabik, Marian

Schwarz, Heinrich

Schwarz, Nikolaus

Scolik, Charles

Sedlacek, Alois

Seebald, Carl

Senkinc, Franz

Serog, Käthe

Setzer, Franz Xaver

Sieger & Sobotka, Fotoagentur

Skall, Otto

Sobotka, H. (s.a. Sieger & Sobotka)

Spiegel, Rudolf

Spira, Bil

Spitzer, Friedrich Viktor

Spreng, Franz

Stauda, August

Staudenheim, Ferdinand Ritter von

Steffen, Alfred

Steinhoff, Ilse

Stern, Alexander

Stern, Ilsa

Stöger, Vinzenz

Strof, Hans

Sturm, Wilhelm

Suppenmoser, Midi

Suschitzky, Edith (s.a. Edith Tudor-Hart)

Swara, Otto

Swoboda, Franz

Sykora, Frank

Szabo, Ludwig

 

Tanner, Max

Tichy, Herbert

Tomann, Otto

Träger, Richard

Trčka, Anton Josef

Triebel, Carl

Tudor-Hart, Edith (s.a. Edith Suschitzky)

Túry, Clara

 

Uttenthaler, Heinrich

 

Valenta, Eduard

Völkel, Bruno

Votava, Franz

 

Wagner, Kurt

Wagner, Stanislaus

Wallentin, Fred

Watzek, Hans

Wawra, Johann

Weber, Harry

Weber, Otto

Wechsler, Karl

Weissenstein, Margarethe

Wellspacher, Edith

Werian, Richard

Weyr, Siegfried

Wiberal, Mario

Wiedling, Albert

Willinger, Fotoagentur

Willinger, Laszlo

Willinger, Margarethe

Willinger, Wilhelm

Wlassics, Adorjàn

Wlassics, Olga

Wölfl, Maria

Wolfram, Richard

Würthle & Sohn

 

Ylla (s.a. Henriette Camilla Koffler)

 

Zander & Labisch

Zapletal, Carl

Zapletal, Josef

Zimbler, Juda Berisch

Zimmerauer, Helene von

Zischka, H. E.

Zvacek, Fritz